Unser gemeinsames Verständnis vom Eisbus
Der Eisbus „Gabi" ist ein mobiler Ort für Begegnung. Mit einem einfachen und niedrigschwelligen Angebot schaffen wir Gelegenheiten, bei denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinschaft erleben und neue Kontakte knüpfen können.
Wir möchten besonders dort aktiv werden, wo es wenige Treffpunkte oder Beteiligungsmöglichkeiten gibt. Dabei richten wir uns an alle Menschen vor Ort und legen ein besonderes Augenmerk auf junge Menschen sowie Gruppen, die gesellschaftlich oft weniger sichtbar sind. Wir möchten insbesondere jungen Menschen zuhören, mit ihnen über aktuelle Themen und Zukunftsperspektiven ins Gespräch kommen und ihnen Möglichkeiten der Vernetzung aufzeigen.
Der Eisbus versteht sich als Einladung zum Mitmachen. Er soll zeigen, dass jede und jeder etwas bewegen kann und dass Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten auch mit einfachen Mitteln möglich sind.
Das Projekt ist Teil der Kampagne „Zusammen bewegen". Der Eisbus selbst und sein Begegnungsauftrag stehen im Mittelpunkt des Projektes. Deshalb soll er offen, einladend und politisch selbst zurückhaltend gestaltet sein, damit möglichst viele Menschen erreicht werden. Gleichzeitig probieren wir, mit kreativen Methoden, trotzdem politisch wirksam zu sein, ohne Menschen davon abzuhalten mit uns und Gabi in Kontakt zu kommen.
Der Eisbus ist ein gemeinnütziges Projekt und kein kommerzieller Eisverkauf. Die eingenommen Spenden fließen zu 100 Prozent wieder in das Projekt.
Bisher haben wir 3 verschiedene Modi herausgearbeitet, in denen der Eisbus eingesetzt werden kann:
Variante 1: kleinere Touren durch mehrere Orte ohne große Ankündigung, auch an stille Orte, um zu sehen, was sich dort ergibt.
Variante 2: geplanter Einsatz, vorher beworben, mit Verbündeten vor Ort, ggf. auch mit Angeboten von Netzwerkpartner*innen.
Variante 3: Gabi wird eingeladen, z.B. zu Netzwerktreffen, Jugendfestivals, Beteiligungsformaten, …
Wie und wo der Eisbus genau eingesetzt wird, entwickelt sich aus den Erfahrungen der Beteiligten und den Bedürfnissen vor Ort. Um die Bedarfe und Touren zu koordinieren arbeiten wir mit einem Online-Kalender. Wir verstehen das Projekt als gemeinsamen Lern- und Gestaltungsprozess, der von Offenheit, Vertrauen, Eigenverantwortung und gegenseitiger Unterstützung lebt.